Textprofil

Google, Bing & Co. | Über Sinn und Wahnsinn der Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Wer auf der Marketingplattform Internet mithalten will, betreibt Suchmaschinenoptimierung. Dass im Wettbewerb auch zu unlauteren Mitteln gegriffen wird, kann daher nicht weiter überraschen. Umso bedenklicher sind die negativen Auswirkungen auf die Sprache. Überdies ist bei Ratgebern im Internet Vorsicht geboten.

Das Internet ist längst eine der wichtigsten Verkaufsplattformen. Suchmaschinen fungieren dabei als eine Art Problemlöser. Suchbegriffe werden in der Erwartung eingegeben, dass das Internet eine schnelle Lösung liefert. Das betrifft die neue Digi-Cam ebenso wie Ratschläge und Hausmittel, wenn irgendwo der Schuh drückt. User erwarten also, dass die Suchmaschine Beiträge und Websites ausspuckt, die in aller Kürze alles Notwendige zur gestellten Frage anzeigen. Ist das nicht der Fall, fängt es in den Händen zu kribbeln an. Ist der Suchbegriff schlecht oder ist es die benutzte Suchmaschine? Betreiber von Suchmaschinen möchten tunlichst vermeiden, dass sich User eine der beiden Fragen stellen. Denn an Traffic und Verweildauer sind unmittelbar Werbeeinahmen geknüpft, die durch Anzeigen lukriert werden.

Was tun Google und Konsorten also, um bei Usern beliebt zu sein? Man stellt sicher, dass die anhand der Suchanfragen ermittelten Ergebnisse von möglichst hoher Qualität sind. Das simple Erfolgsrezept lautet: bestes Nutzererlebnis, beste Suchergebnisse, kein Spam! Um das zu erreichen, benutzt der Suchmaschinen-Primus rund 200 verschiedene Signale, die die Wertung eines Suchbegriffes beeinflussen. Freilich werden diese Signale als streng gehütete Qualitätskriterien nicht bekanntgegeben, zumal die Gewichtung sich fortwährend verändert und an das aktuelle Nutzerverhalten angepasst wird. Wer also via Internet etwas verkaufen möchte, dem sollte daran gelegen sein, dass Produkt oder Dienstleistung möglichst weit oben in der Ergebnisliste (SERP) aufscheint. Denn wie ein zeitloses Dogma des Marketings lautet: Wer nicht gefunden wird, verliert Kunden! 

Suchmaschinenoptimierung (SEO), Textagentur Wien Textprofil SEO Texter Graz

Suchmaschinenoptimierung (SEO) verspricht mehr Kunden durch mehr Traffic. 

Suchmaschinenoptimierung und wie es gemacht wird

Seit geraumer Zeit versuchen Technikfreaks mehr oder minder erfolgreich, die Bewertungskriterien von Suchmaschinen zu entschlüsseln und demfolgend Websites und Content aller Art zu optimieren. Der damit einschlägig gewordene Fachbegriff lautet Suchmaschinenoptimierung (SEO) und umfasst den Pool aller Maßnahmen, die die Sichtbarkeit einer Website und ihrer Inhalte für Suchmaschinenbenutzer verbessern. Ausgeschlossen sind bezahlten Anzeigen. Diese unterliegen anderen Regularitäten (SEA) und werden, nebenbei bemerkt, von Usern ohnehin oft ‚übersehen‘. Folgerichtig ist es Ziel der Suchmaschinenoptimierung, den Algorithmus einer Suchmaschine so zu beeinflussen, dass der optimierte Content im organischen Ranking ganz oben steht. Organisch meint hier ‚natürlich gewachsen‘ – in einem höchst digitalen Prozess, der im Ansinnen der Suchmaschinenbetreiber wohl ein qualitatives Abbild der zu einem Suchbegriff gehörenden Marktsituation reflektieren soll.

Doch wie sorgt man dafür, dass sich die Sichtbarkeit einer Website verbessert, zumal nicht bekannt ist, an welchen Schrauben zu drehen ist? Des Rätsels Lösung ist: learning by doing. Suchmaschinenoptimierer (SEOs) ermitteln Ranking-Faktoren einfach anhand des Erfolgs verschiedenster Optimierungsmaßnahmen. Als am wichtigsten gelten User-Signale, Content-Qualität, Mobile-Freundlichkeit sowie technische Aspekte wie Ladezeiten und Backlinks. Das heißt, um auf das oberste Treppchen der SERP zu steigen, muss der Inhalt hurtigst geladen werden, sowohl in der Vertextung als auch strukturell herausragen, auf mobilen Endgeräten flutschen und Bestätigung durch zahlreiche Backlinks zum Beispiel von Branchenführern und Partnerunternehmen bekommen. 

Unterdessen motivieren User laut SEO-Richtlinien besonders schnelle Ladezeiten und themenrelevanter, gut strukturierter Content zum längeren Verweilen. Um wiederum inhaltliche Relevanz zu signalisieren, gilt es, Themenbereiche möglichst vollständig abzubilden und potenzielle Fragen von Vornherein zu antizipieren. Die Idee dahinter ist, ein virtuelles Verkaufsgespräch zu simulieren, das User linear mit dem Website-Text ‚führen‘. Fragen sollen demnach gar nicht erst aufkommen bzw. vom Text beantwortet werden.   

Wirtschaftsfaktor SEO

Längst haben viele Betriebe der Wirtschaft das Potenzial der Suchmaschinenoptimierung erkannt und pumpen Teile ihres Werbebudgets in Optimierungsmaßnahmen. Laut einer Umfrage unter deutschen Unternehmern sind es bereits 54 Prozent, die SEO zur Neukundengewinnung nutzen, während Suchmaschinen-Advertising nur 44 Prozent der befragten Unternehmen in Anspruch nehmen. Überdies stiegen die Ausgaben von Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) im Jahre 2016 um satte 63 Prozent. Im Vergleichszeitraum nahmen beispielsweise die Ausgaben für klassische Onlinewerbung nur um rund 30 Prozent zu. Gemäß einer Statistik der ÖWA gab die Hälfte der Befragten IKT-Unternehmer an, dass das Marketingbudget für SEA/SEO im Jahr 2019 höher ausfallen werde, als das bislang der Fall war. Insgesamt, so das Ergebnis der Umfrage, sollen 29 Prozent des Gesamtmarketingsbudgets in Online-Maßnahmen fließen. 

"Die neue Geheimwaffe"

Es scheint zudem kaum noch Werbeagenturen zu geben, die nicht mit Suchmaschinenoptimierung oder Content-Marketing werben. SEOs sitzen in der IT-Abteilung jeden größeren Unternehmens, das sich Umsätze über E-Commerce verspricht, Kleinbetriebe, die nicht voll ausgelastet sind oder wachsen möchten, heuern Agenturen an, um auch digital sichtbar zu werden. Geworben wird mit Slogans wie „Nachhaltige Neukundengewinnung“, „Wir bringen Sie auf Seite 1“ oder „Gratis Traffic ist cool“. Bisweilen wird SEO gar als „Die neue Geheimwaffe“ bezeichnet. 

Ein weiterer wirtschaftlicher Trend sind Unternehmen, die Tools  oder ganze Tool-Pakete zur Suchmaschinenoptimierung anbieten. Diese sprießen wie Pilze aus dem Boden und liefern online bzw. per download Werkzeuge oder Plugins auf den PC, die zum Beispiel Ladezeiten beschleunigen, bei der KeywordRecherche helfen oder versprechen, die Lesbarkeit der Texte zu verbessern. Gängiges Geschäftsmodell ist es, Kunden mittels limitierter Gratis-Tools zu locken und anschließend vom Kauf einer Profi-Version zu überzeugen, die sämtliche Features bereitstellt. Last but not least finden sich unzählige Blogs, Guides und Ratgeber im Web, die SEO-Techniken für jedermann zum Besten geben – freilich mit dem Hintergrund, Webseiten-Besucher und damit Werbeeinnahmen zu gewinnen oder aber SEO-Tools zu verkaufen. Dass die Leitfäden zum richtigen SEO selbst suchmaschinenoptimiert sind, erscheint ebenso logisch wie ironisch.

Schattenseiten der SEO: Linkspamming, Rechtschreib-Fauxpas und Stilblüten

Sprücheklopfer: Die besten SEO-Werbesprüche

Lass deine Konkurrenz hinter dir

Schon einen professionellen Texter Werbetexter Blogger SEO am Start?

Jetzt Profi-Text anfordern!

Suchen Sie Werbetexte, Blogs, Webtexte, SEO-Texte, PR-Texte, redaktionelle Artikel von einschlägigem Format, dann zögern Sie nicht länger!
Nach oben