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Bessere Webtexte schreiben | 11 todsichere Gebote zum Erfolg

Sie möchten bessere Webtexte schreiben? Wir verraten die 11 wichtigsten Gebote, um Kunden zu begeistern und die Absprungrate todsicher auf ein Allzeittief zu senken.

Klaus sitzt vor dem PC und überlegt fieberhaft nach einem passenden Suchbegriff für sein Problem. Eigentlich möchte er längst bei seinen Freunden am Fußballplatz sein, doch ihm brennt eine Frage unter den Nägeln. Bislang konnte er auf die Schnelle aber nichts finden.

Wahrscheinlich jeder Internetbenutzer kennt Ähnliches aus eigener Erfahrung: Die Suchmaschine gibt Unmengen Ergebnisse aus, nichts davon ist brauchbar. Wer aber als Unternehmer Situationen wie diese vermeiden, bessere Webexte schreiben und Kunden damit an seine Webseite binden und damit den Verkauf ankurbeln möchte, der erfährt im folgenden Artikel Tipps und Tricks, wie man gute Texte für Websites schreibt. Denn nur so gewinnt man Leser langfristig und sorgt für entsprechenden Traffic sowie begeisterte Fans auf Social Media. 

1. Aufmerksamkeit erlangen

Die Aufmerksamkeit von Kunden ist begrenzt und daher extrem begehrt. Das heißt, es bleiben nur etwa 20 Sekunden Zeit, um Leser davon zu überzeugen, einen Beitrag bis zum Ende zu lesen. Es bedeutet aber auch, dass um die Kundengunst ein harter Wettbewerb stattfindet. Nur was Klasse hat und sich langfristig behaupten kann, erhält den Zuschlag. 

Website Texter Bessere Webtexte schreiben

Wir verraten 11 Gebote, um bessere Webtexte zu schreiben.

2. Zielgruppe anvisieren und treffen

Als typische Vertreterin kann die sogenannte Buyer Persona dabei helfen, die Zielgruppe entsprechend zu definieren und ihre Motive zu hinterfragen. Dazu wird eine fiktive Person erstellt, die den potenziellen Käufer detailreich beschreibt. Nach diesen Gesichtspunkten sollten auch die Inhalte einer Website ausgerichtet sein, denn Kunden wollen mit zielgerichtetem Content abgeholt und zum Wiederkommen eingeladen werden – Content, der Emotionen und Interesse weckt. Dabei ist genau zu ermitteln, welche Interessen und Bedürfnisse die Zielgruppe hat, denn je besser man diese kennt, umso zielgerichteter wird der Content letztendlich ausfallen.

Mehrwert, Nutzwert, Relevanz

Der Content selbst sollte dann eine Mischung aus Mehrwert, Nutzwert und Relevanz abgeben. Das heißt, der Text will nicht nur gelesen werden, sondern soll Lesern einen persönlichen Mehrwert bieten – etwas, das man – außer den gesuchten Informationen – mitnehmen kann. Außerdem sind die Inhalte so zu gestalten, dass sie für Leser maximal relevant sind. Was das heißt? Für die Zielgruppe relevante Fragen sind zu beantworten und ihre Probleme zu lösen. Hier hilft wiederum die Buyer Personas. Je besser Fragen und Probleme behandelt werden, umso höher ist schließlich der Nutzwert für den Leser.

3. Schreibstil der Zielgruppe anpassen

Auch der Schreibstil soll dem entsprechen, was Kunden gewohnt sind. Das heißt, gute Texte sprechen die Sprache der Zielgruppe, damit diese sich schnell zurechtfindet und den Inhalt schnell erfassen kann. Meistens kommen solche Texte gut an, die einfach, klar und anschaulich geschrieben sind. Dann bleiben Kunden länger auf der Seite und besuchen sie wahrscheinlich wieder. Wenn der Text obendrein noch aussagekräftig ist, dann liegt man garantiert gut im Rennen.

Webtexte schreiben - 11 Gebote

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4. Kunden mit Storytelling abholen

Über den Inhalt guter Texte – oder dem, was als gut empfunden wird, lässt sich gewiss streiten. Wichtig ist, dass man den goldenen Mittelweg einschlägt und sowohl ausreichend Informationen gibt als auch das Publikum gut unterhält. Warum? Zu viele Infos am Stück überfordern beim Lesen, ebenso wie hohle Comedy am Ende keinen Mehrwert abgibt. Darüber hinaus reagieren Konsumenten empfindlich auf durchschaubare Werbung, weil sie todlangweilig ist. Was ist also die Lösung? 

Mithilfe von Storytelling schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Storytelling bedeutet nichts anderes als Infotainment, weil Informationen und komplexe Sachverhalte anhand einer konkreten “Geschichte” an den Mann gebracht werden. Leser werden also informiert und zugleich unterhalten. Anders als Massenwerbung berühren Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind, nämlich das Herz. Und ohne zynische Untertöne verbreiten zu wollen, öffnet das Herz schlussendlich immer die Brieftasche. Textbeispiel Storytelling ansehen

5. Gute Webtexte bringen einen Helden ins Spiel

Storytelling-Konzepte eignen sich aber auch deswegen hervorragend für Webtexte, weil Menschen sich selbst in Geschichten, ihren Helden und Konflikten gerne wiedererkennen. Nichts hält Kunden besser bei der Stange, als wenn sie im Rahmen einer unterhaltsamen Geschichte den Nutzen eines Produkts erfahren. Wer möchte nicht lieber mitfühlen oder schmunzeln, als von hässlichen Anzeigen und Clickbait-Content verärgert zu werden?  Wenn man also ausgetretene Pfade satt hat, dann kann man bei Texten fürs Web auf Storytelling setzen und dadurch vielleicht einen neuen, erfolgreichen Weg einschlagen. 

6. Leser begeistern – aus ungeduldigen Scannern gefesselte Leser machen

Bevor Helden ihre Geschichte erzählen können, gilt es jedoch, Leser auf der Webseite zu halten. User streifen ungeduldig durchs Internet und suchen fiebrig nach einer Antwort auf ihre Frage. Dementsprechend werden Webtexte zunächst nur überflogen, um rasch festzustellen, ob der angerissene Text die gewünschten Resultate liefern kann. Gibt man Lesern keine Anhaltspunkte oder Orientierungsmöglichkeiten, ist der Absprung sicher, denn wenn optisch nichts ins Auge sticht und keine klare Struktur erkennbar ist, gibt es keinen Halt, Enttäuschung macht sich breit und dann wird der nächste Suchmaschineneintrag untersucht. Abhilfe schaffen eine klare Seitenstruktur mit Headlines, Teaser, Zwischenüberschriften und kurzen Absätzen sowie ansprechende, themenrelevante Bilder, Infoboxen und Feature-Listen.     

7. Knackige Headline, fesselnder Teaser – Anhaltspunkte und Orientierung geben

Webtext soll so aufgebaut sein, dass Leser sich sofort zurechtfinden und binnen weniger Sekunden checken können, ob der gegoogelte Beitrag hält, was er verspricht. Dass die Headline aussagekräftig ist und die passenden Keywords enthält, versteht sich, denn andernfalls würde ohnehin Besuch ausbleiben. Als nächstes fällt der Teaser ins Auge. Darum gibt der Teaser einen groben Überblick, was der Webtext bereithält, und macht zugleich Lust auf mehr. Manche Leser freuen sich bei längeren Texten über ein Inhaltsverzeichnis mit Ankerlinks, andere wiederum machen sich lieber gleich per Mausrad auf die Suche. Nützlich sind Infoboxen neben dem Fließtext, wenn sie die wichtigsten Punkte zu dem Thema in einer kurzen Liste zusammenfassen. 

8. Webtexte schreiben – überlange Textabschnitte vermeiden

Um User entsprechend schnell ans Ziel zu führen, empfiehlt es sich, Webtexte in kurze Absätze zu gliedern, über denen jeweils eine ansprechende und zielgerichtete Zwischenüberschrift steht. Zwischenüberschriften eignen sich zudem bestens, um Keywords und Keywordsynonyme zu platzieren, was nicht nur Leser, sondern auch Suchmaschinen maximal zufriedenstellt. Als Richtwert gelten 150 Wörter pro Absatz und 300 Wörter von Zwischenüberschrift zu Zwischenüberschrift. 

Wenn der Text es zulässt, können die Textsegmente außerdem nummeriert werden. Das hat den Vorteil, dass man äußerst plakative Titel wie “9 goldene Regeln” oder “11 hilfreiche Tipps” in die Auslage stellen kann. Zahlen sind ohnedies sehr gute Anhaltspunkte, weil man dadurch schnell abschätzen kann, was auf einen zukommt, und man beim scannen immer weiß, wo aktuell man sich im Text befindet.

9. Die Macht der Zahlen nutzen

Zahlen geben guten Webtexten – egal, ob für Web oder Print – einen gewissen Pepp. Zahlen haben in unserer Gesellschaft einen enormen Stellenwert, der weit über den mathematischen Wert hinausgeht. In der Zahlensymbolik zum Beispiel werden Zahlen bestimmte Bedeutungen zugewiesen, die je nach Kultur unterschiedlich sind. So kann 1 für Einheit, 3 für Trinität, 4 für die Himmelsrichtungen oder 7 für die Tage der Schöpfung stehen. Die Wenigsten lieben die 13. Was Menschen auch genau mit Zahlen verbinden, ihr Erscheinen löst einen Reiz aus und schafft Interesse. Erfahrene Schreiber machen sich diesen Umstand zunutze und flechten kurze Zahlenspiele in ihre Texte ein oder spielen mit bekannten Bedeutungen aus der Zahlensymbolik.  

10. Für welche Site ist der Text bestimmt?

Startseite, Landingpage, Themenseiten, Blog – Website-Text ist nicht gleich Website-Text. Die Startseite einer Internetseite übernimmt beispielsweise andere Aufgaben als eine Landingpage und dementsprechend sieht auch der Page Content unterschiedlich aus. Die Startseite zum Beispiel dient zum Kennenlernen und verrät, was man vor Ort erfahren oder kaufen kann und mit wem man es zu tun hat. Sie liefert einen Gesamtüberblick, was die Website zu bieten hat und stellt Top-Angebote in die Auslage. Ziel einer Landingpage ist hingegen Conversion. Ein konkretes Angebot wird ausgebreitet, das Kunden in wenigen Sekunden die wichtigsten Informationen zu einem Produkt liefert. Was wird angeboten, welche Vorteile ergeben sich daraus, warum gerade jetzt zuschlagen? Landingpages machen es Käufern mit einem Call-to-Action zudem leicht, zum Lead zu konvertieren.

11. Wie lang sind gute Webtexte?

Weil ein Website Text in unterschiedlichen Formaten auftreten kann, lässt sich auch nicht pauschal beantworten, wie lang ein solcher idealerweise sein sollte. Die Leistungsbeschreibungen des ortsansässigen Installateurs auf dessen One-Page-Site werden wahrscheinlich eher knapp gehalten, während Themenseiten von Großunternehmen wie Viessmann einen Fachbereich in voller epischer Breite abhandeln. Wer allerdings vernünftig Suchmaschinenoptimierung betreiben und im Wettbewerb mithalten möchte, sollte wenigstens 300-500 Wörter in die Tastatur hämmern. Dass längere Webtexte mit über 1000 Wörtern häufig Suchergebnislisten anführen, lässt sich empirisch leicht nachweisen. Es soll damit aber nicht gesagt sein, dass man es mit kürzeren Texten nicht besser machen kann – je nachdem, was ein Thema hergibt.

Zuletzt sei daran erinnert, dass Webseiten-Texte für Leser und Suchmaschinen gleichermaßen verfasst werden. Hinter beidem, Texten und SEO steckt viel Know-How, sodass man sich im Zweifelsfall auf jeden Fall an einen Profi wenden sollte. Das war nun aber der letzte todsichere Tipp – und wir wünschen viel Spass beim Schreiben! 

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